VERNISSAGE „KUNSTWELTEN“

FIKTION ODER WIRKLICHKEIT?

Heike Wichmann-Hopp

Samenkapseln, Skelettsysteme … oder etwas ganz anderes?

Die Assoziationen, die die Arbeiten der Keramikerin Heike Wichmann-Hopp auslösen, sind zahlreich. Sie wirken irritierend natürlich und vertraut. Trotzdem hat keines der Objekte eine zweifelsfrei zu identifizierende natürliche Vorlage. Die organische Anmutung entsteht durch den freiplastischen Aufbau aus Ton oder Porzellan, der auf der fraktalen Geometrie basiert. Es entstehen komplexe, räumliche Gebilde, die theoretisch ins Unendliche wachsen können. Organisch wirkt auch die Farbgebung, die mit Engoben, Metalloxiden und reduzierenden Kapselbränden hervorgerufen wird.

Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf!

VERANSTALTUNGS­INFORMATIONEN

Termin: Freitag, 15. November 2019
Einlass: ab 18:30 Uhr
Beginn: 19:00 Uhr
Eintritt frei!

Das erwartet Sie:

  • Sektempfang
  • kleine Häppchen
  • Einführung in die Kunst von Heike Wichmann-Hopp

IHR GASTGEBER IST:

Heike Wichmann-Hopp:

Essay zu den Arbeiten von Heike Wichmann-Hopp von Pascal Heß, Kunsthistoriker, Frankfurt:

November 2018
Heike Wichmann-Hopp gehört zu einer Gruppe von Keramikerinnen, die in einem intuitiven, auf selbstgefassten Regeln basierenden Prozess organische Objekte entwickeln. Entscheidend ist, dass der freiplastische Aufbau einer Systematik folgt, die auf fraktaler Geometrie basiert. Dieses Konzept hat großen Einfluss auf die Arbeit der Künstlerin und wurde in der Ausbildung bei Dr. Zsuzsanna Füzesi-Heierli in der Schweiz vertieft.

Bei Wichmann-Hopp bildet eine typische Einzelform oder auch eine Arbeits- oder Handbewegung die Grundlage eines jeden Objekts. Aus dieser wiederkehrenden Grundlage, in allen drei Dimensionen variiert, entsteht jeweils ein individuelles leitendes Prinzip, das die Gestalt des Objekts bestimmt – die Summe des Leitprinzips fügt sich zu hochkomplexen, räumlichen Gebilden. Der Prozess des Aufbauens und Formens ist bedeutend: Während die Hände das Leitprinzip gestalten und wiederholen, seien es Stege, Waben oder Drehungen, entwickeln sie einen wiederkehrenden modularen Vorgang, der räumliche Gebilde wachsen lässt. Zeit bekommt so eine Form. Wichmann-Hopp sagt, es sei „…jedes Mal verblüffend, den Entstehungsprozess zu beobachten und zu gestalten. Theoretisch können diese Formen ins Unendliche wachsen und es fällt manchmal schwer, den Abschluss zu finden.“ Am Ende muss die Intuition dem künstlerischen Impuls folgen.

Zur Webseite von Heike Wichmann-Hopp


Heike Wichmann-Hopp
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