Lea Schäfer über ihre Kunst: „Das Raster fasziniert und ist heute präsenter denn je. Geometrisch, flach, selbstreferenziell, anti-mimetisch und starr proklamiert es die Autonomie der Kunst seit Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart hinein. Setzte es sich zu Beginn der abstrakten Malerei als eine motivische Bildformel durch, ist es heute ordnende Grundlage für Pixel, die tagtäglich völlig körperlose, entmaterialisierte Bilder über digitale Endgeräte in unseren Alltag spülen.
Der Wille das Raster wieder zu materialisieren, es zu beleben und mit Hilfe ungegenständlicher Malerei zu erweitern, treibt mich an. Der Prozess gleicht einem Spiel, das auf einer gerasterten Fläche ausgetragen wird: Eine gestische, freie Form betritt eine grafische, geordnete Fläche. Jede Farbform ist durch eine andere Materialität und Farbqualität bestimmt und belebt die Bildfläche durch Gegensätzliches. Die Flächen und Muster aus Lack-, Acryl-, Wachs- oder Ölfarbe werden innerhalb des experimentellen Prozesses mit Pinseln aufgetragen, abgedruckt, ausgewalzt, gesprüht, gespachtelt, collagiert oder auch erwärmt und geschoben. Vieles ist dabei unvorhersehbar. Materialien stoßen sich ab oder ziehen sich an und mischen sich auf dem Bildträger. Der Ausgang ist offen und doch stellt jede Arbeit am Ende eine Frage, die in der nächsten weiterbearbeitet wird. Meine Malerei lebt von der Spannung der Gegensätze von Raster, Organischem, Linie und Fläche. Mit jeder neuen Komposition möchte ich sie zum Sprechen bringen: von sich selbst, von ihren Grenzen und vor allem davon, was hinter diesen Grenzen liegt.“
Lea Schäfer lebt und arbeitet in Mainz-Kastel und Wiesbaden. Im Jahr 2016 absolvierte sie zunächst ihr Studium als Meisterschülerin von Prof. Anne Berning an der Kunsthochschule Mainz, im darauffolgenden Jahr schloss sie zudem ihr Kunstgeschichtsstudium an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ab. Lea Schäfer ist Künstlerin und arbeitet als Kuratorin am Museum Reinhard Ernst in Wiesbaden.
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Die Ausstellung läuft bis Ende Januar 2027. Die Kunst-Ausstellungen können jederzeit ohne Termin zu unseren Öffnungszeiten besichtigt werden. Falls das LOFTWERK an einem Tag aufgrund einer privaten Veranstaltung geschlossen hat, bitten wir um Verständnis und freuen uns, wenn Sie uns an einem anderen Tag besuchen würden.
"Meine Malerei lebt von der Spannung der Gegensätze von Raster, Organischem, Linie und Fläche."
VERANSTALTUNGSINFORMATIONEN
Termin: Donnerstag, 29. Oktober 2026
Einlass: ab 18 Uhr
Zeit: 19:00 Uhr
Eintritt frei
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FÜR DIESE VERANSTALTUNG IST KEINE ANMELDUNG ERFORDERLICH.
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